Nachdem ich meine Dissertation Der Kompass der Nordfriesen am 24. September 2020 eingereicht und die Promotionsprüfung mit meiner Disputation am 29. Januar 2021 erfolgreich abgeschlossen hatte, war ich zunächst damit beschäftigt, den Text meiner Arbeit an die Änderungsvorschläge der Gutachter anzupassen – wobei vor allem die pandemiebedingte Schließung der Bibliotheken und die dadurch erheblich erschwerte Beschaffung von Sekundärliteratur für Verzögerungen sorgten – und einen Verlag zu finden. Im Laufe des Jahres konnte ich Der Kompass der Nordfriesen in den Beiheften der Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik (ZDL) platzieren und den Text an die Editionsrichtlinien der ZDL-Redaktion anpassen. Im Dezember 2021 habe ich schließlich die Druckfreigabe des Akademischen Prüfungsamtes der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erhalten und einen Vertrag mit dem Franz Steiner Verlag in Stuttgart, der die ZDL und ihre Beihefte vertreibt, geschlossen. Im darauffolgenden Jahr war ich in erster Linie damit beschäftigt, die Nutzungsrechte für die ursprünglich noch insgesamt 92 Abbildungen in meiner Dissertation einzuholen. Während der – durch die Corona-Pandemie wieder maßgeblich beeinträchtigten – Recherche stellte sich heraus, dass ich eine ganze Reihe von Abbildungen grundlegend überarbeiten und andere vollständig entfernen musste, weil einige Rechteinhaber auf wiederholte Anfragen nicht reagierten oder sich in anderen Fällen auch nach Monaten der Recherche nicht ermitteln ließen. Das wiederum erforderte eine relativ aufwändige inhaltliche Anpassung des Textes, die ich erst beantragen musste und die Veröffentlichung des Buches weiter verzögerte. Die nötige Überarbeitung verband ich mit der Umsetzung der formalen Vorgaben des Verlags und erhielt im Dezember 2022 die Freigabe für die nun satzfertige Textfassung. Anschließend übergab ich das Setzen des Manuskripts in die Hände des Verlags. Im Januar 2023 erhielt ich die Nachricht, dass mein Antrag auf finanzielle Förderung der Drucklegung meiner Dissertation erfolgreich war und neben der Stiftung der Christian-Albrechts-Universität (1.500 €) auch die Stiftung zur Erforschung der Schleswig-Holsteinischen Geschichte und Heimatkultur (500 €) eine Bezuschussung der Druckkosten bewilligt hatte. Ende Mai 2023 konnte ich die Korrektur der Umbrüche von Der Kompass der Nordfriesen abschließen und das Buch in den Druck geben. Im Juli teilte mir die Akademie der Wissenschaften in Hamburg mit, dass meine Arbeit – nachdem ich mich im Mai darauf beworben hatte – den Elise-Reimarus-Preis 2023 gewonnen hat, d. h. einen Druckkostenzuschuss über 4.000 €. Am 17. Juli habe ich die vier Belegexemplare des gedruckten Buches erhalten, im Akademischen Prüfungsamt abgegeben und damit das Promotionsprüfungsverfahren offiziell abgeschlossen. Inzwischen ist meine Dissertation als Beiheft Nr. 194 der ZDL unter dem vollständigen Titel Der Kompass der Nordfriesen. Sprachliche Kodierung absoluter Orientierung am Beispiel der Himmelsrichtungen und Richtungspartikeln im Nordfriesischen als gebundenes Buch (ISBN 978-3-515-13482-8) oder E-Book (ISBN 978-3-515-13485-9) über den Franz Steiner Verlag erhältlich und das Projekt damit abgeschlossen.
Bibliographische Angabe:
- Winter, Christoph. 2023. Der Kompass der Nordfriesen. Sprachliche Kodierung absoluter Orientierung am Beispiel der Himmelsrichtungen und Richtungspartikeln im Nordfriesischen (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beihefte 194). Stuttgart: Franz Steiner Verlag [Dissertation, CAU Kiel]. [559 Seiten]
CW