Neuigkeiten

30. November 2021: Premiere von ‚Der Krug an der Wiedau‘

Vor einigen Wochen wurde ich dank meiner Mitgliedschaft im Verein Et Nordfriisk Teooter zur Weltpremiere des neuen Spielfilms Der Krug an der Wiedau eingeladen und habe heute, am 30. November, im sehr gut besuchten Kinosaal 1 von Eck’s Kino in Niebüll daran teilnehmen können.

„Der Krug an der Wiedau“ ist ein humoristischer Kriminalfilm, der die Grenzziehung von 1920 in unserem deutsch-dänischen Grenzland beleuchtet und die Westküstenmentalität hervorhebt. Die Handlung spielt hauptsächlich in einem Krug im Niemandsland zwischen Deutschland und Dänemark, in dem sich die Lokalbevölkerung – unabhängig von Staatsangehörigkeit und Sprache – trifft und versteht. Im Film spielen die fünf an der schleswigschen Westküste gesprochenen Sprachen (Deutsch, Friesisch, Plattdeutsch, Sønderjysk, Dänisch) die Hauptrolle, um die einzigartige sprachliche und kulturelle Vielfalt der Grenzregion hochleben zu lassen. Die Dreharbeiten fanden im Oktober 2020 statt. Das Filmteam wurde hauptsächlich aus dem westlichen Teil des deutsch-dänischen Grenzlandes rekrutiert, um eine größtmögliche Authentizität zu erreichen. Ein Großteil der Schauspieler*innen besteht aus Laiendarstellern und -darstellerinnen von lokalen Theaterbühnen. (Et Nordfriisk Teooter)

Die komplett untertitelte Independent-Krimikomödie wurde mit relativ geringen Mitteln von einem kleinen, aber sehr kompetenten Team um Regisseur Gary Funck gedreht und ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit von Et Nordfriisk Teooter und dem Bund Deutscher Nordschleswiger. Der Cast setzt sich aus beliebten Vertretern der nordfriesischen Theaterszene, Kulturschaffenden des schleswigschen Grenzlandes und bekannteren Darstellern aus Film und Fernsehen (bspw. Mathias Harrebye-Brandt) zusammen. Für Gastauftritte konnten u. a. die beiden Politiker Florian Lorenzen (CDU), Landrat des Kreises Nordfriesland, und Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei), inzwischen Bürgermeister von Tondern, gewonnen werden.

Der Film glänzt als Pionierprojekt mit vielseitigem, teils schamlosem, manchmal allerdings auch etwas klamaukigem Humor und beißender Kritik an fragwürdigen politischen Entscheidungen, die das Grenzland betreffen. Ein besonderer Wert dieser Produktion liegt darin, dass sie den in den Medien notorisch unterrepräsentierten schleswigschen Minderheitensprachen eine Bühne bietet. Wie das Projekt abseits des deutsch-dänischen Grenzraums aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. In jedem Falle soll die Vermarktung in der ersten Hälfte des kommenden Jahres anlaufen. Morgen wird zunächst noch die dänische Premiere in Tondern gefeiert.

Blog 30.11.2021 (Der Krug an der Wiedau)
©Christoph Winter

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Nachtrag:

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18. November 2021: Vortrag auf dem Dei fan de Fryske taalkunde in Leeuwarden/Ljouwert

Heute, am 18. November, habe ich um 11:30 auf dem 11. Dei fan de Fryske taalkunde, der dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausschließlich online (per Zoom) und erstmals über den Zeitraum von zwei Tagen stattfand, einen Vortrag mit dem Titel „Zur Auswirkung der Topografie und siedlungsstrategischer Traditionen auf die Sprache der Nordfriesen“ gehalten. In diesem Rahmen habe ich die Ergebnisse meiner Doktorarbeit Der Kompass der Nordfriesen erstmals abseits der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel einem primär frisistisch interessierten Publikum vorstellen können.

CW

16. November 2021: Antragstellerversammlung der Friisk Stifting in Dagebüll

Heute, am 16. November, habe ich zusammen mit Prof. Dr. Volkert Faltings als Vertreter der Ferring Stiftung an der Antragstellerversammlung der Friisk Stifting (Friesenstiftung) im Strandhotel zu Dagebüll teilgenommen. Unter Leitung des Stiftungsvorsitzenden Hauke Grundmann wurden von 10:30 bis ca. 13:00 verschiedene Fragen der antragstellenden Vereine und Institutionen beantwortet, Probleme diskutiert und eine Reihe von Änderungen im Antragsformular besprochen. Vertreten waren neben der Ferring Stiftung auch der Verein Nordfriesisches Institut e.V., die Hans-Momsen-Gesellschaft e.V., Et Nordfriisk Teooter e.V., der Friesische Verein für Niebüll-Deezbüll e.V., der Nordfriesische Verein e.V., der Frasche Feriin for e Ååstermååre e.V. und die Friisk Foriining e.V..

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5. Oktober 2021: Landrat Florian Lorenzen zu Besuch in der Ferring Stiftung

Heute, am 5. Oktober, hat Florian Lorenzen, CDU-Politiker und Landrat des Kreises Nordfriesland, die Initiative ergriffen und die Ferring Stiftung besucht. Er nahm sich rund vier Stunden Zeit, unsere vielfältigen Arbeitsfelder und Veröffentlichungen, abgeschlossene und laufende Projekte, die verschiedenen Archive, unsere Bibliothek und den FriiskFunk kennenzulernen. Sein Interview mit dem Radiosender ist in der Mediathek des Offenen Kanals Westküste als Stream verfügbar.

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1. September 2021: Interview mit Kerrin Ketels vom Friisk Funk

Kürzlich hatte mir Kerrin Ketels, Redakteurin und Moderatorin des friesischen Radiosenders FriiskFunk, im Rahmen eines Interviews ein paar Fragen zu meinem Werdegang, zu meiner neuen Anstellung bei der Ferring Stiftung und zu verschiedenen Projekten, die ich in den nächsten Jahren realisieren möchte, gestellt. Unser Gespräch wurde heute, am 1. September, als ca. neunminütiger Beitrag gesendet und ist seitdem in der Mediathek des Offenen Kanals Westküste als Stream verfügbar. Der Sender Friisk Funk wurde 2010 eingerichtet und ist in den Räumlichkeiten der Ferring Stiftung in Alkersum ansässig. Das Programm kann montags bis freitags von 8 bis 10 sowie von 14 bis 16 Uhr auf der Frequenz 96,7 MHz empfangen werden.

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12. Juli 2021: Besuch aus Flensburg in der Ferring Stiftung und Grabungsbeginn an der Borgsumburg

Im Rahmen eines privaten Tagesausflugs haben uns heute, am 12. Juli, überraschend einige Studierende von der Europa-Universität Flensburg in Alkersum besucht und sich über die Geschichte, den Zweck, die Arbeitsweise und aktuelle Projekte der Ferring Stiftung informiert. Anschließend habe ich die Gruppe spontan zur sog. Lembecksburg nach Borgsum begleitet und dort die Archäologen Dr. Martin Segschneider und Dr. Kirsten Hüser vom NIhK Wilhelmshaven getroffen, die zusammen mit ihrem Team seit heute eine auf mehrere Jahre angelegte Grabung im Innern des Ringwalls der Borgsumburg durchführen, um der Anlage u. a. im Hinblick auf ihren Entstehungszeitraum, ihre Funktion und die Kontinuität ihrer Nutzung sprich- und wortwörtlich auf den Grund zu gehen.

Blog 12.7.2021 (Besuch & Lembecksburg) 1

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5. Juni 2021: Ausflug nach Südwesthörn

Heute, am 5. Juni, habe ich bei sommerlichen Temperaturen und bedecktem Himmel von Niebüll aus einen Ausflug auf der bildschönen Strecke entlang verschiedener Deichlinien (Mittel-, Kleinkoogs-, Süder- und Außendeich) nach Südwesthörn unternommen. Am Spülsaum bei den Lahnungen fand ich dort neben einigen größeren Knochen zufällig auch einen alten (?), menschengemachten Gegenstand aus Holz, den ich leider nicht einordnen kann.

Blog 5.6.2021 (Südwesthörn) 1Blog 5.6.2021 (Südwesthörn) 2©Christoph Winter

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1. Juni 2021: Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Ferring Stiftung

Da ich – nach längeren Gesprächen in den vergangenen Monaten – seit heute, dem 1. Juni, offiziell als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Ferring Stiftung in Alkersum auf Föhr angestellt bin, habe ich nun endlich die glückliche Gewissheit, dass ich meine (bisher vor allem an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ausgeübte) frisistische Tätigkeit fortführen kann. In diesem Rahmen werde ich an der Entwicklung und Durchführung gemeinsamer und eigener Projekte arbeiten, die sich mit den Inseln Föhr und Amrum, ihren Bewohnern und der föhring-amringischen Sprache auseinandersetzen. Ziel und Zweck meiner Anstellung ist gleichzeitig, dass ich nach einer mehrjährigen Übergangs- bzw. Einarbeitungsszeit die Leitung der Ferring Stiftung vollständig übernehme.

Blog 1.6.2021 (Anstellung Stiftung)
©Christoph Winter

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