28. Juli 2022: Vortrag im Ual Fering Wiartshüs, Oldsum

Nachdem ich am 13. Juli einen Vortrag über die altföhringer Ballade Bai Reder auf dem 30. Nordfriesischen Sommerinstitut im Nordfriisk Instituut gehalten hatte, wurde ich von Carl Rickmers, dem Vorsitzenden des Fering Ferian e.V. eingeladen, einen solchen auch auf der Generalversammlung des Vereins im Ual Fering Wiartshüs in Oldsum auf Föhr zu halten. Das habe ich heute, am 28. Juli, gegen 20:45 getan und dabei den ursprünglichen Vortrag inhaltlich um ca. 10 Minuten auf eine halbe Stunde gekürzt, weil mir etwas weniger Zeit zur Verfügung stand. In der Ausgabe des Inselbooten vom 21. Juli wurde die Veranstaltung auf S. 9 folgendermaßen angekündigt:

Fering Ferian e.V.
Generalversammlung am Donnerstag, dem 28. Juli 2022
um 20.00 Uhr im „Ual Fering Wiartshüs“ in Oldsum
Tagesordnung:
1. Begrüßung, Festlegung der Tagesordnung
2. Bericht des Vorstandes
3. Vortrag Dr. Christoph Winter:
„Neue Forschungsergebnisse zum Inhalt und zur Erstaufzeichnung der altföhringer Ballade A bai, a reder“
4. Wahlen
5. Sonstiges […]

Blog 18.7.2022 (Vortrag Fering Ferian)
©Christoph Winter

CW

13. Juli 2022: Vortrag im Nordfriisk Instituut

Heute, am 13. Juli, habe ich im Rahmen des 30. Nordfriesischen Sommerinstituts gemeinsam mit Dr. Christoph G. Schmidt um 19:30 einen Vortrag mit dem Titel A bai, a reder. Neues zur altföhringischen Ballade in den Räumlichkeiten des Nordfriisk Instituut in Bredstedt gehalten und in 40 der für die gesamte Veranstaltung vorgesehenen 75 Minuten meine bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse zu diesem föhrerfriesischen Lied vorgestellt. Im Pressetext heißt es dazu:

Das Nordfriisk Instituut richtet zurzeit das 30. Sommerinstitut aus, eine Vortragsreihe, bei welcher Fachwissenschaftler sich der Öffentlichkeit stellen und allgemeinverständlich über ihre aktuellen Forschungen berichten. Den dritten Abend in der Reihe gestalten Christoph Winter, Wissenschaftler der Ferring Stiftung auf Föhr, und Christoph G. Schmidt, Direktor des Nordfriisk Instituut, gemeinsam. Sie widmen sich der Ballade „a bai, a reder“, die vor rund zweihundert Jahren erstmals aufgeschrieben wurde und zu welcher nach Aussage der Gewährsleute von der Insel Föhr einst getanzt worden sein soll. Sprachlich wie inhaltlich deutet einiges darauf hin, dass dieses Lied bereits im späten Mittelalter entstand und seitdem mündlich überliefert wurde. Vermutlich dürfte es sich also um einen der ältesten bekannten Texte in nordfriesischer Sprache handeln.

Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, welche „a bai, a reder“ bereits in der Wissenschaft erhalten hat; aber noch immer werden neue Quellen erschlossen: So spürte Christoph Winter vor einigen Jahren im Nachlass der Grüder Grimm eine bis dahin unbekannte Fassung auf. Im ersten Teil des Vortrags wird er die Überlieferungsgeschichte der Ballade vorstellen und seine Neuentdeckung hierin einordnen. Anschließend wird er näher auf den Inhalt des Liedes eingehen und darlegen, inwiefern „a bai, a reder“ christliche Glaubens- und Moralvorstellungen des ausgehenden Mittelalters spiegelt und dem – Heiligenlegenden betreffenden – Typus der Legendenballade zugeordnet werden muss.

Weniger beachtet als der Text wurde bisher die Melodie. Christoph G. Schmidt hat sich unlängst musikwissenschaftlich damit befasst; anhand zahlreicher Stilvergleiche wird er im zweiten Teil des Vortrags erläutern, weshalb er es für möglich hält, dass nicht nur der Text, sondern auch die Musik im Kern spätmittelalterlich sein könnte, und was die erkennbaren Vorbilder über das kulturelle Leben dieser Zeit in Nordfriesland verraten.

Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 13. Juli, um 19 Uhr 30 im Nordfriisk Futuur, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

Blog 13.7.2022 (Vortrag NFI)
©Benjamin S.

CW

6. Juli 2022: Öffentliche Release-Party für das Hörspiel „Det Skap Esperanza“

Nachdem wir die Veröffentlichung unseres nordfriesischen Hörspiels „Det Skap Esperanza“ bereits am 24. Juni im Rahmen einer internen Release-Party für alle Mitwirkenden gefeiert hatten, konnten wir das als Doppel-CD erschienene Stück heute, am 6. Juli (ab 19:30), auch öffentlich in der Bibliothek der Ferring Stiftung vorstellen und so ein Publikum ansprechen, das nicht direkt an der Durchführung des Projekts beteiligt war. Prof. Dr. Volkert F. Faltings berichtete zunächst über die Vorgeschichte des Hörspiels, über die Beteiligten und die Aufnahmen in Wyk, bevor wir ausgewählte und zwecks Einordnung jeweils mit einer kurzen Einleitung versehene Szenen als Hörprobe abgespielt haben.

CW

1. Juli 2022: Feier zur Pensionierung von Prof. Dr. Jarich Hoekstra

Heute, am 1. Juli, fand ab 16:15 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (OS75, HS2) eine Feier anlässlich der bereits am 1. April eingetretenen Pensionierung von Prof. Dr. Jarich Hoekstra statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Grußwort von Prof. Dr. Steffen Höder, zurzeit geschäftsführender Direktor des ISFAS und kommissarischer Leiter des Fachs Frisistik. Anschließend hielt Jarich Hoekstra einen Fachvortrag über Adjektivpartikeln im Nordfriesischen (Lacht tu!) und berichtete im Rahmen eines Rückblicks aus seiner Zeit an der CAU.

Blog 1.7.2022 (Feier Jarich) 1
©Christoph Winter

Darauf folgten zunächst ein Grußwort des Dekanats von Prof. Dr. Michael Elmentaler und ein Bericht von Dr. Alastair Walker über die Planung und Entstehung der Festschrift From West to North Frisia. A Journey along the North Sea Coast. Frisian studies in honour of Jarich Hoekstra, die er, Dr. Wendy Vanselow und ich (auch im Namen der Mitherausgeber aus den Niederlanden) Jarich Hoekstra anschließend offiziell in Buchform überreichten.

Blog 1.7.2022 (Feier Jarich) 2
©Mareike Böhmer

Ehemalige und aktive Studierende erhielten dann noch die Gelegenheit, einen Film zu präsentieren, ein sehr persönliches Grußwort darzubieten sowie ein eigens für diesen Anlass verfasstes Gedicht auf Bökingharder Friesisch vorzutragen und Geschenke zu überreichen. Zuletzt richtete Jarich Hoekstra noch einige Worte des Dankes an die versammelten Kollegen, Studierenden, Freunde und Familienmitglieder. Der hierauf stattfindende Empfang im Foyer des Hörsaalgebäudes bot die Möglichkeit, sich mit den Anwesenden über die Feier selbst und über die Vergangenheit und Zukunft des Fachs auszutauschen.

CW

29. Juni 2022: Erwähnung in „Nordfriesland“ (Nr. 218) & Stand des Berufungsverfahrens

In der neuen Ausgabe (Nr. 218) der vom Nordfriisk Instituut herausgegebenen Zeitschrift Nordfriesland werden nicht nur mein Vortrag „A bai, a reder“. Neues zur altföhringischen Ballade, den ich am 13. Juli gemeinsam mit Dr. Christoph Schmidt halten werde, und die von mir mitherausgegebene Festschrift From West to North Frisia angekündigt, sondern auch über das Berufungsverfahren zur Besetzung der Professur für Frisistik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berichtet und in diesem Zusammenhang erwähnt, dass ich gegenwärtig den Unterricht der vakanten Professur vertrete.

Die Vertretung der akademischen Lehre, die Jarich Hoekstra bisher an der Kieler Universität geleistet hat, wird bis aus weiteres von Dr. Christoph Winter wahrgenommen, der gleichzeitig wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ferring Stiftung auf Föhr ist. Die Wissenschaftliche Assistentin der Frisistik in Kiel, Dr. Wendy Vanselow, befindet sich in Elternzeit und wird von Robert Kleih, M.A. vertreten. (S. 3)

Über den Stand des Berufungsverfahrens informierte der Dekan der Philosophischen Fakultät kürzlich in einem Schreiben vom 22. Juni. Darin heißt es:

Nachdem die Verhandlungen mit dem einzigen auf der Vorschlagsliste platzierten Bewerber leider nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten, hat die Hochschulleitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beschlossen, das Besetzungsverfahren abzubrechen und einzustellen.

Es ist vorgesehen, zeitnah eine W 1-Professur mit Tenure Track (W 2) für Frisistik auszuschreiben.

Der Unterricht des Fachs Frisistik wird also auch im kommenden Wintersemester 2022/2023 (teilweise) in Vertretung durchgeführt werden müssen.

CW

24. Juni 2022: Interne Release-Party für das Hörspiel „Det Skap Esperanza“

Um die Veröffentlichung unseres nordfriesischen Hörspiels „Det Skap Esperanza“ gebührend zu feiern, hatten wir alle Mitwirkenden zu einer internen Release-Party geladen, die heute, am 24. Juni, ab 17:00 in der Bibliothek der Ferring Stiftung stattgefunden hat. Im Laufe des Abends haben wir uns gemeinsam das gesamte Hörspiel angehört und anschließend nicht nur unsere Meinungen über das Ergebnis ausgetauscht, sondern auch zukünftige Kooperationsmöglichkeiten und Projektideen besprochen.

Blog 24.6.2022 (Interne Release-Party)
©Christoph Winter

CW

21. Juni 2022: Besuch vom Nordfriesischen Verein

Heute, am 21. Juni, hat sich die Ferring Stiftung zwischen 16:00 und 18:00 den Teilnehmern des durch den Nordfriesischen Verein organisierten und von Jörgen Vilsmaier-Nissen begleiteten Friesisch Sprach- und Schnupperkurs vorgestellt. Volkert F. Faltings präsentierte in diesem Rahmen unsere umfangreiche Bibliothek, legte eine Auswahl unserer zahlreichen Veröffentlichungen vor und gab einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben, Tätigkeiten und Projekte der Ferring Stiftung. Anschließend berichtete Kerrin Ketels noch aus der Arbeit des FriiskFunk. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass die gesamte Kommunikation – dem Anspruch des Kurses entsprechend – auf Friesisch (d. h. Fering und Frasch, aber auch Wiringhiirder Freesk) stattfand.

Blog 21.6.2022 (Nordfriesischer Verein)
©Christoph Winter

CW

19. Juni 2021: Karrharderfriesische Tonaufnahmen

Im Rahmen meiner laufenden Lehrveranstaltung zum Karrharder Friesischen konnte ein gebürtig aus Trollebüll (Gemeinde Stedesand) stammender, jedoch seit vielen Jahrzehnten außerhalb des eigentlichen Dialektgebiets lebender Sprecher ausfindig gemacht und für den Zweck einer Tonaufnahme gewonnen werden. Nachdem wir einen Fragenkatalog zusammengestellt und uns Gedanken über die mögliche Aufnahmesituation gemacht hatten, habe ich heute, am 19. Juni, das von einer Seminarteilnehmerin geführte, recht lange Interview mit einem der vermutlich letzten Sprecher des Karrharder Friesischen begleitet.

CW

18. Juni 2022: Besuch der 4. Rungholtkonferenz

Heute, am 18. Juni, habe ich als Gast an der 4. Rungholtkonferenz teilgenommen und mir u. a. Vorträge von Albert Panten („Rungholter Miscellen“), Hans Joachim Kühn („Rungholts Nachbarn. Mittelalterliche Besiedlung von Pellworm, Nordstrand und Hooge“) und Bente Majchczack („Das Niedam-Gebiet neu entdeckt – Geowissenschaft auf den Spuren von Andreas Busch“) sowie einen Dokumentarfilm von Karl-Ludwig Petersen über Andreas Busch, den Pionier der Rungholtforschung, angeschaut. Die Veranstaltung fand im Rahmen der 13. Rungholttage im Nommensen-Haus zu Odenbüll auf Nordstrand statt.

Blog 18.6.2022 (4. Rungholtkonferenz)
©Christoph Winter

Blog 18.6.2022 (4. Rungholtkonferenz) 2
©Cornelia Kost

CW